Bau von Glasbecken



Ich baue mittlerweile fast alles für meine Terrarien, sowie die Terrarien selber, da es Kosten sparen kann und aber auch Spaß macht. Man stellt schnell fest, dass vieles was man günstig bekommen kann, nicht immer passt. Entweder bleiben Lücken oder es ist zu groß und Sondermaße sind viel zu teuer. Dies gilt auch für Dekorationsmaterial, wie z. B. Rückwände.

Angefangen hat es mit dem Bau eines 120 x 60 x 60 cm Terrariums, was eigentlich gut geklappt hatte, wie man auf dem Bild hoffentlich erkennen kann.




Ich habe am Anfang schon eine ganze Weile mit dem Gedanken gespielt, ob es nicht preiswerter ist, sich seine Glasbecken selbst zu bauen. Ich sammelte am Anfang alte gut erhaltenen Glasscheiben und schnitt mir mein Glas selber zu, was aber sehr viel Zeit gekostet hat. Unser Balkon wurde zur Sperrzone für meine Kinder, da ich auch für einige Freunde angefangen hatte Glasbecken zu bauen. Es war also langsam Zeit sich einen Glaser zu suchen. Nach einer längeren Suche nach einem guten Glaser, der mir das Glas preiswert im Zuschnitt verkauft, wurde ich fündig. Ich fand ganz in meiner Nähe einen sehr guten Glaser, der mir ein gutes Angebot machte. Seit dem ist mein Balkon auch wieder für alle da.

Danach habe ich noch eine ganze Weile mein Glas selber geschliffen, aber das ist eine der Zeit aufwendigsten und recht unsauberen Arbeiten neben der Trockenzeit vom Silikon. Hierzu braucht man erst einmal Nass - Schleifpapier aus dem Baumarkt, Wasser und einen Schleifklotz, dann schleift man jede Kante der Glasscheibe gründlich ab bis sie nicht mehr scharfkantig ist, um jede Verletzungsgefahr für die Tiere auszuschließen. Aber auch diese Arbeit wurde mit ansteigenden Abnahmen bei meinem Glaser fast unmöglich um meine Bauvorhaben zu verwirklichen. Zum Glück hat mein Glaser auch hier, nur fürs Endgraten, wenig mehr fürs Glas genommen und mittlerweile, lasse ich alles Glas klebefertig vorbereiten, was aber auch daran liegt, da ich wirklich sehr viel Glas verarbeitet habe in den letzten zwei Jahren.


Bild 1. Zeigt das Material das ich schon vorbereitet von meinem Glaser abgeholt habe, und was ich sonst noch so brauche um mit der Arbeit zu beginnen.




Bild 2. Erster Arbeitsschritt, ich ziehe vorsichtig an eine Kante Silicon, setze die Glasplatte ganz an die Kante der Holz Konstruktion die ich mir immer zum Kleben von Glas aufstelle, damit das Becken auch im rechten Winkel bleibt und nicht schief wird. Ich schiebe die zweite Glasplatte dagegen, besprühe das Silicon mit einem Gemisch aus Wasser und Spüli und ziehe es glatt mit einem Gummispachtel. Bei den ersten Glasplatten muss man jeweils eine Glasplatte vorsichtig an die aufrecht stehende Holzplatte fixieren damit sie nicht umkippt.




Bild 3. Damit ich auch etwas schaffe, klebe ich bei kleineren Becken meisten gleich mehrere zusammen.




Bild 4. Der nächste Arbeitsschritt. Nach dem Boden und einer Seitenwand nehme ich die vordere Blende, ich ziehe wieder erst Silicon auf die Kanten, aber auf die schon bereits verklebten beiden Glasplatten und ein bisschen von der unteren Kante weg. Jetzt stelle ich den bereits verklebten Winkel hochkant hin und drücke die dritte Glasblatte dagegen, und nun habe ich den Vorteil, dass ich das Silicon ein bisschen von der Kante weggezogen habe, beim Randrücken der Glasplatte quillt nicht viel Silicon nach unten sondern der Großteil nach oben raus. Wenn Silicon nach unten drückt, kommt man erst wieder ran, wenn das Silicon getrocknet ist und meistens ist das Glasbecken dann auch fest an der Holzkonstruktion. Dann hilft nur ziehen, eine lange dünne Klinge oder ein sehr feiner Basteldraht, der in vielen Bastelläden erhältlich ist um das Becken vom Holz zu lösen. Nicht vergessen das Silicon mit Spüliwasser besprühen und mit dem Gummispachtel glatt ziehen.




Bild 5. Der nächste Arbeitsschritt ist genau gleich mit dem vorherigen Arbeitsschritt; hier die Rückwand.




Bild 6. Um als nächstes den Deckel zu kleben, ziehe ich wieder erst Silicon, schiebe es wieder an die Kante, und drücke die Glasplatte dagegen, besprühen und abziehen mit dem Gummispachtel, aber hier müsst ihr den Deckel an der aufrechten Wand mit Klebeband fixieren, damit sie nicht umfällt, da es ja etwas dauert mit dem Trocknen.




Bild 7. Die letzte Seite ist nun auch geklebt und getrocknet, diese klebe ich mit sehr wenig Silicon von oben aufgesetzt an, und wenn sie getrocknet ist, ziehe ich von innen den Siliconrand und besprühe ihn mit Spüliwasser und ziehe es mit dem Gummispachtel glatt.




Bild 8. Als vorletztes klebe ich das Lochblech hinten mit Silicon auf den Glasrand.




Bild 9. Und zuletzt kommen die Laufschienen für die Fallscheibe, nun ist es nach ca. 48 Stunden ausdünsten der Essiggase bezugsfertig.








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