Bei meinen ersten beiden Thamnophis hatte ich keine Quarantäne durchgeführt, weil ich sie von einem Händler
aus dem gleichen Verkaufsterrarium hatte, und es zu dem Zeitpunkt auch die Einzigen waren. Jetzt, nach ein paar
Jahren, würde ich sagen, war es leichtsinnig. Da man eine Krankheit viel leichter in einem steril eingerichteten
Terrarium unter Kontrolle hat und auch behandeln kann. Weil bei einer Behandlung das Tier immer heraus genommen
werden muss, und man dabei vermeiden sollte es zu jagen, da hierbei wieder Stress entstehen kann, was für die
Genesung des Tieres nicht förderlich wäre.
![]() Die normale Quarantänezeit liegt bei vier bis sechs Wochen, die in einem leicht zu reinigenden, aber auch gut einsehbarem belüfteten Behälter (Faunabox, Spinnenbecken oder kleineres Terrarium) durchgeführt werden sollte. Es sollte aber auch nicht zu groß sein, um ein Tier leichter wieder herausnehmen zu können. Die Einrichtung sollte nicht so aufwendig zu reinigen sein. Am besten nimmt man als Bodenbelag eine Lage Küchentuch (Zewa), zum verstecken eine Küchentuchrolle. Auch ein Eierkarton ist sehr gut, da die Tiere nicht, wie aus einer Küchenrolle, heraus geschoben werden müssen, sondern man einfach nur den Deckel aufklappen kann. Nun braucht man nur noch eine Wasserschale. Hierfür kann ein alter Margarinepott oder eine Frischkäsedose genommen werden (natürlich vorher abwaschen). Dann habe ich das Quarantänebecken so eingerichtet, dass der gesamte Inhalt bei jeder Reinigung in den Müll geschmissen werden kann. ![]() Das sind die im Text genannten Faunaboxen. Sie sind sehr leicht zu reinigen und es gibt sie auch in verschiedenen Größen ![]() Spinnenbecken sind auch sehr gut zu reinigen. Sie haben eine Fallscheibe, die von oben in zwei U-Profile geschoben wird und auch gut für die Aufzucht von Jungschlangen geeignet sind. Da Spinnenbecken eigentlich keine größeren Lücken haben, besteht keine Ausbruchsmöglichkeit. ![]() Ich verwende nur diese Blumenuntersetzer oder selbst geklebte Glaswasserbecken, die ich mir selber passend zurechtschneide und mit Silicon verklebe. Die Küchentücher haben sich auch als sehr guter Untergrund im Quarantänebecken erwiesen, da man darauf alles sehr gut erkennen kann. Zum Beispiel: Krabbeltiere ( Milben …), die in Buchenspänen oder in anderen Bodensubstraten nicht so schnell auffallen würden. ![]() Eierkartons: Hier habe ich den Tipp von einem guten Freund bekommen, der selber auch eine Menge Thamnophis hält, über den ich sehr dankbar bin, da sie sich wirklich gut als Versteck eignen und man die Tiere leicht wieder herausbekommt ohne den Tieren viel Stress zu bereiten. Ich halte es jetzt für meine Tiere so, dass ich Neuzugängen immer für mindestens acht Wochen in ein Quarantäne-Terrarium setzte. Nicht weil ich besondere Angst vor Krankheiten habe, sondern zum Schutz meiner anderen Tiere. Ich habe in den letzten Jahren schon bei anderen Haltern miterleben müssen, dass es bei einem Ortwechsel, sei es durch Neukauf, durch Tausch oder Leihgaben zur Blutauffrischung in Zuchtlinien, zum Tod einiger Tiere gekommen ist. Was meiner Meinung nach zum großen Teil darauf zurückzuführen ist, dass der Stress der Tiere bei einem Transport, (sei er noch so sanft und vorsichtig) ein sehr großer Auslöser für viele Krankheiten ist. Natürlich ist auch ein gewisses Maß an Stress vorhanden, beim umsetzen nach der Quarantänezeit, aber ich schätze der Stress und das Risiko ist so um einiges geringer. |
||